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Lexikon der Städtebeschimpfungen

Man muss ja zugeben, dass es nicht nur Würzburg verdient hat, mit pechschwarzem Hohn besudelt zu werden: Wer schon einmal in Freiburg, Rostock oder Hof war weiß mit Sicherheit, was ich meine. Unser alter Showpraktikant beim Letzten Hype, Karl von Medina, bittet uns, das folgende Buch weiterzuempfehlen: Lexikon der Städtebeschimpfungen.
Zu Würzburg wird Heinrich von Kleist zitiert, dessen Schmähschriften gegen Würzburg viel zu unbekannt sind: Kleist lebte im Jahre 1800 in Würzburg, zum Grund seines Aufenthaltes in Würzburg gibt es bisher lediglich Vermutungen.
Zu Würzburg schreibt Kleist:
„Nach Vergnügungen fragt man hier vergebens. […] Nirgends findet man hier ein Auge, das auf eine interessante Frage eine interessante Antwort verspräche. Auch hier erinnert das Läuten der Glocken unaufhörlich an die katholische Religion, wie das Geklirr der Ketten den Gefangenen an seine Sklaverei.“