Archiv für Mai 2011

Liebes „Max & Julius“….

Liebes „Unabhängiges Würzburger Hochschulmagazin Max & Julius“,

es ist Euch ja hoch anzurechnen, dass ihr herausgefunden habt, weshalb jemand „Solidarität mit Liebig 14″ an Eure Uniwände sprüht. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass ihr in die ACAB-Falle tappt und Liebig für einen türkischen Männervornamen haltet.
Aber halt mal, liebes „Unabhängiges Würzburger Hochschulmagazin Max & Julius“. Ihr fragt Euch am Schluss, „was jedoch die […] Slogans knapp 400 km entfernt vom Ort des Geschehens bringen sollen“?
Wenn Euch das schon zu weit ist, so hoffe ich doch, dass die AtomkraftgegnerInnen in Eurer Redaktion noch nicht gemerkt haben, dass Fukushima gut 9000 Kilometer weg ist.
Ein Tipp: Einfach mal einen längeren Spaziergang machen. Dann reicht der geistige Horizont vielleicht auch mal weiter als die 400 Schritte vom Studentenwohnheim zur Mensa.

Würzburger Willkommensgrüße

Vor einiger Zeit wohnte ich, aus nichtigen Gründen, für ein paar Monate in Berlin.
Die Postwurfsendung einer Wohltätigkeitsorganisation bat mich, Pfandflaschen, die man nicht im Supermarkt abgeben wolle, neben die öffentlichen Abfalleimer zu stellen, statt sie hineinzuwerfen. Zugunsten der Menschen, die Flaschenpfand nötig haben, um über die Runden zu kommen. Dies erschien mir sinnvoll, und da ich sowieso ein Mehrwegmuffel bin, hörte ich auf diesen Rat.

An einem stickigen Sommertag kehrte ich nach Würzburg zurück. Alles beim Alten: Dieser alte Bahnhof, dem ein musealer Wert zukommt. Die Bahnhofszecken, nach Geld schnorrend. Und die Herren vom Taxistand, die wahren Könige des Bahnhofsvorplatzes, auf hässlichen pinken Gartenstühlen sitzend.
Ich hatte mir im Zug eine kleine Plastikflasche Cola gekauft, die ich auf dem Weg aus dem Bahnhofsgebäude austrank. Nichts ahnend stellte ich Sie neben einen Mülleimer, der sich unmittelbar vor dem Taxistand befand.
Ein lauter Pfiff riss mich aus meiner Gedankenverlorenheit. Er brachte nicht nur meine Physis, sondern auch meinen Geist zurück nach Würzburg. Ich drehte mich um und sah einen Taxifahrer, der von seinem Stuhl aufgesprungen war. „Dei Flasche schmeißt aber scho noch in die Mülltonne?“ blöckte dieser. Verdutzt und nach einer ganzen Weile antwortete ich: „Ich stelle die Flaschen eigentlich immer daneben, für die Flaschensammler.“ Kein Verständnis auf Seiten des Taxifahrers: „Schmeiß‘ die jetzt da nei! Die Penner, die greifen da nei, des macht dene nix!
Ich schmiss die Flasche in den Mülleimer, weshalb auch immer.

Willkommen zurück, auf dem Flaschenboden der Tatsachen. Willkommen in Würzburg.

Letzter Hype….ein Nachruf

Wenn man der Meinung ist, dass ein Nachruf dem Letzten Hype gerecht werden kann, dann ist folgender der beste, den man über den Hype schreiben kann.

Das Ende der Neun7

Gerüchte gibt’s ja viele (Zum Beispiel habe ich jetzt zwei mal gehört, dass Otto Walkes in Würzburg wohnt).

Offenbar stimmt aber das folgende: Die Neun7 erscheint kommenden Donnerstag zum letzten Mal (Quelle).

Ist schon schade, wenn der Lieblingsfeind verschwindet. Dürfen wir uns nun auf ein Comeback der Boulevard Würzburg freuen?

Hausverbot für Gunter Gabriel!

Was für eine schreckliche Vorstellung, in eine Kneipe zu gehen und Gunter Gabriel, den dunklen Herrscher des teutonischen Kitschcountry, zu treffen.
Aber im Red Lion hat man sich anscheinend tierisch gefreut, durfte man aus der Mainpost erfahren.
Wirte, die dem Gruselbarden nicht sofort Hausverbot erteilen, haben sowieso keinen Respekt verdient.
Und überhaupt:
Statt in Würzburg faul in der Kneipe rumzulungern, soll er lieber mein Boot streichen und sich eine gescheite Arbeit suchen (Ein hoch auf DJ Koze):

Saarbrücken für Slacker

Saarbrücken für Slacker
Folge 1 von Hunter S. Heumanns Reiseberichten

Vergessen Sie Leipzig, vergessen Sie Dresden! Vergessen Sie all diese Bruchbuden, inklusive Magdeburg und Görlitz an der Neiße! Vergessen sie also all die ostdeutschen Städte, von denen ihre gescheiterten Akademikerfreunde erzählen, man könne sich dort für billiges Geld selbst verwirklichen!
Sie waren wohl noch nie in Saarbrücken, im west-westdeutschen Zonenrandgebiet. In der zukünftigen Trendstadt der Lebemenschen und Lumpenakademiker. Lassen Sie sich entführen ins Lyonerland.

Hinreise: Noch Gelinde ausgedrückt: Saarbrücken liegt nicht am Arsch der Welt, aber man kann ihn von dort aus ganz gut sehen. Daher ist die Reise auch kein Katzensprung. Vielleicht ist sie das dennoch, wenn man nicht in jeder größeren Stadt am Wegesrand ein Bierchen in der Bahnhofsschänke trinkt. Ich weiß es nicht. Auch auf Ex dauert dies viele Stunden. Reisen Sie daher am besten mit dem Auto oder lassen Sie, wenn Sie mit dem Zug unterwegs sind, die Idee, sich an schwäbisch-badischen Stammtischen entlang der Eisenbahnstrecke über Stuttgart 21 unterhalten zu wollen. Lassen Sie das wirklich!
Wie dem auch sei: Irgendwann sind Sie, nur mit zwei mal umsteigen und alles im Regionalverkehr, hoffentlich in Saarbrücken. Mit dem Auto war ich auch schon mal da, aber über Frankfurt-Bockenheim hat es noch länger gedauert. Es würde den Rahmen des Reiseberichtes sprengen, auch davon zu erzählen.

Sehenwürdigkeiten: Wer meine Reiseserie „Unterfrankens hässlichste Orte“ kennt, die oder der weiß, dass Abfuck und Ästhetik für mich eine Symbiose eingehen, die für andere schwer nachzuvollziehen ist. Daher bleibt München immer verabscheuungswürdig. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die Saarbrückener Innenstadt besitzt einige sozial verödete Randbezirke, in denen sich Import-Export-Shops, Sportwettenlokale, Nacht- und Nacktbars aneinanderreihen. Irgendwo dazwischen wohnt der Freund, den ich besucht habe, in einer 16-köpfigen WG mit einem Klo und zwei Österreichern. Die vielen leerstehenden Geschäfte und Nettofilialen entfalten ein ostdeutsches Flair, das fast schon an Leipzig Connewitz erinnert und eigentlich jeden dazu einladen, sich selbst zu verwirklichen. Nicht verpassen dürfen Sie den Blick auf die wunderschöne Stadtautobahn, die direkt durch die Innenstadt an der Saar entlang führt. Tipp: Setzen Sie sich bei schönem Wetter an das gegenüberliegende Ufer der Saar. Vertreiben Sie sich die Zeit beim Zählen aller roten Autos, die innerhalb einer von Ihnen festgelegten Zeit auf der Autobahn vorbeifahren.

Land und Leute: Die Saarbrückener sind ein ehrliches aber widerspenstiges Völkchen. Gaststätten heißen „Kneipe zur Hoffnungslosigkeit“ (Bild siehe oben), aber auch „Zum kotzenden Kommunisten“. Man merkt: In Saarbrücken wird ihnen reiner Wein, Weißwein selbstverständlich, eingeschenkt. Der anarchische Charakterzug der Saarbrückener kommt dadurch zum Ausdruck, dass es mit Sicherheit kein Gesetz gibt, dass Spätis legitimiert, es aber dennoch Spätis gibt. Man hat ja in Saarbrücken eh nichts zu verlieren, dort drüben an der Saar. Diverse Getränkemärkte haben daher bis spät in die Nacht geöffnet.
Der Saardialekt klingt wie ein Schwabe, der einen Frosch verschluckt hat oder ein Bade, der versucht, einen Schwaben zu imitieren. Kurz gesagt: der Saardialekt klingt exakt wie Pfälzisch und ist auch exakt das Selbe.

Essen und Trinken: Saarbrücken wartet mit einigen kulinarischen Highlights auf. Das prominenteste ist wohl die Lyonerwurst, die von den Saarbrückener nahezu kultisch verehrt wird: Mehrere Straßenfeste widmen sich der berühmten Fleischwurst, die man auch „den Spargel der Saar“ nennt. An Palmsonntag wird beispielsweise eine riesige 8 Meter hohe Fleischwurst aus Alabaster durch die Innenstadt getragen. Auch das Maskottchen Saarbrückens, Fred Ferkel, ist einer solchen Brühwurst nachempfunden.
Der langen italienischen Tradition in Saarbrücken ist es zu verdanken, dass dort niemand Hunger leiden muss. Denn sowohl im Edelrestaurant als auch beim Schnellimbiss um die Ecke sind die spottbilligen Rigatoni mit Soße (siehe Bild) unverzichtbar. Rigatoni kosten als kleine Portion zwischen 1,50 und 2,50 und als große Portion zwischen 2,50 und 3,50 und bieten dabei ein wesentlich besseres Preis-Leistungsverhältnis als ein 08/15-Schnellimbiss. Rigatoni gibt es in den Geschmackssorten „Weiß“, „Rot“ und „Rot/Weiß“, ähnlich wie bei Pommes. Vermeiden Sie es bitte, mehr als drei Portionen Rigatoni am Tag zu verzehren. Bitte hören Sie auf diesen Ratschlag.
Die besten Rigatoni isst man übrigens im „Parkdeck“ (siehe Bild), Saarbrückens beliebtesten Schnellimbiss, der mit seinem rustikalen Ambiente zum verweilen einlädt.

Fazit: Saarbrücken bietet alle Vorteile, die man normalerweise nur im Osten genießt: Billige Mieten, zerfallende Häuser, zwielichtige Ecken und verlassene Straßenzüge.
Besuchen Sie Saarbrücken, bevor die Massen dort sind! Mieten Sie sich eine Wohnung, bevor es die Yuppies tun! Saarbrücken: der Boom kommt bestimmt!

Finde den Unterschied….

Neun7 und die JungleWorld hatten an diesem Donnerstag recht ähnliche Ideen für ihr Titelbild. Finde den Unterschied!

SPON: „Selbsternannte Anarchisten“

Die Journaille ist reich an Sprache, aber arm an Geist. Und bedruckte oder digitale Seiten müssen ja auch gefüllt werden. Mit Füllwörtern beispielsweise.
„Mitunter“ ist so ein schönes Wörtchen, dessen Bedeutung, von der Süddeutschen Zeitung bis zum hinterletzten Blog (dem Letzten Hype zum Beispiel), sich niemand mehr entsinnen kann. Klingt aber nach guter Sprache, so ähnlich wie „sich gerieren“.
Bei SPON heißt es heute zu einer aufgebrachten Schar von griechischen Demonstranten, die ein Krankenhaus gestürmt hat, um einen verletzten Demonstranten zu besuchen:

„Eine Gruppe von 150 selbsternannten Anarchisten stürmte am Mittwoch ein Krankenhaus in Athen.“

Was fällt diesen „Anarchisten“ ein, sich selbst zu ernennen! Da könnte ja jeder kommen!
In Deutschland nennt man sich nicht einfach, man wird ernannt. Vom König, dem Staate oder der Handelskammer. Deshalb gibt es Parteibücher, Vereinsposten und gelernte Fachkräfte für Süßwarentechnik.

Meine Frage an SPON: Was soll das sein, ein nicht selbsternannter Anarchist? Und wer darf ihn denn ernennen? Bakunin, Kropotkin oder doch der Bundespräsident?

Krautbashing II

Sternstunden der Unterhaltung: South Park über den deutschen Humor.

Was macht eigentlich…. die Heimatfront?

Erinnern Sie sich noch an den Aufmarsch an der Würzburger Heimatfront im letzten Frühling?
Nein?
Dann geht’s ihnen wie den 125.000 anderen Würzburgern, denen die Demo der Buntkappenträger völlig wurscht war.
Zur Gedächtnisauffrischung: Torsten Heinrich, M.A., schnappte sich eine Deutschlandfahne, lud ein paar Freunde mit und ohne Couleur ein und marschierte dann ein paar Samstage durch die Würzburger Innenstadt, um der gefallenen Soldaten in Afghanistan zu gedenken.
Da ab dem Spätsommer die Seite soldatengedenken.de down war, hoffte ich schon, dass der gescheiterte Versuch, das ganze in Berlin mit mehr Teilnehmern aufzuziehen, den Power-Bundi endgültig desillusioniert hatte.

Mitnichten!
Wir müssen ja alle gucken, wo wir bleiben. Und gerade die Magister unter den Akademikern haben es bald schwer im Beruf. Schon jetzt weiß ja an sich niemand mehr, was die Abkürzung M.A. bedeutet. Und auch mit Kriegskitsch lassen sich vielleicht ein paar Unzen verdienen. Zumindest hoffe ich das für Torsten Heinrich.
Denn bei soldatengedenken.de beginnt erst die Heimatfront. Der Frontverlauf führt uns über soldatenfreund.de zu salonstratege.de.

Bei soldatenfreund.de („Die Seite für Soldaten“) können sich alle Krautkrieger darüber erkundigen, welche Vergünstigungen sie bei Vorlage eines Soldatenausweises in Geschäften erhalten können. Bisher gibt es leider noch nicht viel zu bestaunen, außer ein paar Angebote bei Massage- und Sonnenstudios. Dabei wäre das Angebot doch noch erweiterbar:
- bei der dritten Schussverletzung zahlt die Krankenkasse ein Einzelzimmer
- jeder Soldat auf längerem Auslandsaufenthalt erhält für die Bespitzelung seiner Ehefrau zehn Prozent Rabatt bei einem Privatdetektiv
- beim Kauf von drei Büchern bekommen Soldaten „Im Westen nichts Neues“ gratis dazu
- Portofreie Versendung der Zeitschrift „Pralle Möpse“ zu den Soldaten im Ausland etc.. pp.

Salonstratege.de („Das moderne Militärmagazin“) dagegen ist eine Art „Men’s Health“ für Männer mit Gewalt- und Stiefelfetisch. Hier werden Kriegsmaschinerie vorgestellt und Kriegsspiele getestet.
Der Name lässt mich schmunzeln: Wie sieht er aus, der Salonstratege? Sitzt er zuhause in seinem Sessel, hat seine Holzbeine hochgelegt, raucht Pfeife und erzählt wie Opa vom Krieg? Ist er froh mal etwas anderes tun zu können als dauernd mit seinen Kindern „Schiffe Versenken“ zu spielen? Ist der Durchschnittssalonstratege eher ein Counterstrikespieler, der gerade einen Amoklauf plant oder ein Spielenarr, dem RISIKO einfach irgendwann nicht mehr genug war? Fragen über Fragen.
Ich bleibe lieber Salonmarxist.

Stell dir vor es gibt die Heimatfront, und keiner geht hin.

Presseschau II

Liebe Neun7,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Titelgeschichte. Bei Deinen hundert Gründen, „warum das Leben auf dem Land so liebenswert ist“, hast Du wirklich fast nichts vergessen: Besonders wichtig sind mir natürlich Nr.55 („Beatabende“), Nr. 72 („Hausschlachtungen“) und nicht zu vergessen Nr. 79 („Asbach-Cola“).
Verdammt, ich hätte fast vergessen wie schön es doch früher war, bei den Rapsfeldern.

Abgerundet wird Deine Titelstory natürlich- wie immer- von den sexy Fotos. Die Bilder von den heißen Landmadeln, die sich natürlich im letzten Bild gerne ihre Oberteile ausziehen (auf dem Land sind die Frauen ja nicht so kompliziert wie in der Stadt): Großartig! Perfekt für eine Zielgruppe, die sich aus jungen Akademikern und sexuell frustrierter Arbeitern zusammensetzt. Für die Ersteren ist deine Zeitung die passende Ablenkung während des Proseminars, für die Zweiteren sind Eure sexy Photos die passende „Anregung“ für ihre Mittagspause. Eine Symbiose aus NEON und BlitzIllu: der nächste Medienpreis kommt bestimmt!

Aber nun noch etwas, Neun7. So ganz einverstanden war ich dann doch nicht mit Deinen Gründen für das Landleben. Wenn Du den Grund „Am Landleben mag ich das Bodenständige, Ursprüngliche“ schon ausgerechnet auf der Nr. 18 plazierst, dann wäre es nur folgerichtig, wenn auf der 88 auch „Weil hier Deutschland noch deutsch ist“ stünde.

Herzlichst, Dein Hunter S. Heumann

Krautbashing I

Ich bin schockiert, dass noch nicht jeder weiß, um was es in der deutschen TV-Show „StackenBlochen“ geht:

„Wir Franken gegen Atomstrom“

Patriotismus, das ist immer der Versuch, seiner eigenen Bedeutungslosigkeit zu entkommen, sich Selbst als souveränes Ganzes zu imaginieren. Nichts bringt die Vorstellung des phantastischen Ganzen besser zur Sprache als der Du-bist-Deutschland-Slogan. Und jede Fußballweltmeisterschaft beweist, wie sehr die Deutschen diesem Gebot Folge leisten wollen.
Durch die neue Verbindung von Atomausstieg und Staatsräson war eigentlich längst abzusehen: Fanmeilendeutschland kann nun auch Antiatombewegung.

Und so kann man nun im Onlineshop von gesundepferdewelt.de/Werneck tolle Fahnen bestellen: Beispielsweise einen Frankenrechen, auf dem „Wir Franken mobil gegen Atomstrom“ steht oder, Dasselbe in Grün, mit der deutschen Flagge. Das Ganze kann man natürlich auch als Autofahne („keep the Fanmeilenfeeling alive!“) bestellen. Auch die Tiere werden zu deutschen Atomkraftgegnern gemacht: Neben der Verkaufsempfehlung der deutschen Antiatomfahne erfahren wir nämlich, dass in „Unserem schönen Land […] 5 Mio Hunde, 7 Mio Katzen, 1 Mio Pferde, 12 Mio Rinder, 26 Mio Schweine, 2 Mio Schafe, 42 Mio Legehennen – und Millionen von Vögeln, Kleintieren, Wildtieren und Insekten“ leben.
Den Patrotismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.

Wir sehen uns dann beim Autokorso in der Sanderstraße, wenn der nächste Meiler abgeschaltet wird.

Zur erbärmlichen Hygienesituation in Autonomen Zentren: eine Intervention

Autor: Sigismund von Dobschütz/ Fundort: Wikipedia, Creative Commons
(Bild: Wikipedia. Autor: Sigismund von Dobschütz, Creative Commons)

Man könnte ja meinen, der Punk hätte sich allen Themen gewidmet, die mit Exkrementen zutun haben.
Umso erstaunter bin ich, dass es bis jetzt kein Lied über das Kacken in Autonomen Zentren gibt (In etwa so: „Scheißen im AZ- fand ich nich so nett: Durchfall auf der Brille, Kotze in der Rille“).

Ich habe die sanitären Anlagen vieler AZs besucht. In der Flora kam mir der Urin schon beim Betreten der Toilette entgegen (wie praktisch, dass ich Löcher in meinen Schuhen hatte), in der Köpi glich die Kloschüssel einem Schokoladenbrunnen, im Zoro/Leipzig (ich weiß, ich weiß, kein AZ) habe ich mir beinahe in die Hose gemacht, weil ich keine Lust hatte, Blut von der Klobrille zu wischen. Selbst das AKW! in Würzburg, das sich ansonsten alle Mühe gab, mit den bösen Autonomen nix zutun zu haben, war ein fäkaler Freiraum für die Keime aller Welt.

Hiermit sei jede hinterletzte Punkkapelle, und komme sie nur irgendwo aus dem Spessart, aufgefordert, diesen Missstand anzuprangern und endlich einen Song aufzunehmen, der sich den hygienischen Mängeln in AZ-Klos widmet. Mein Reizdarm wird es Euch danken!